Junger Blick auf alte Kunst

Ein Blick auf den Zettel, ein letztes Zuflüstern und dann geht es los. Die Schüler beginnen über das erste Bild erzählen. Sie schauen ab und zu nervös in ihre Notizen.

Für Klein und Groß im Landesmuseum – alte Kunst von jungen Leuten leicht erklärt. Im Landesmuseum erklären Schüler von unserer Schule seit 9 Jahren selbst ausgewählte Bilder.

Diese Schule veranstaltet dieses Projekt schon im 9. Jahr in Kooperation mit dem Landesmuseum Hannover, jeweils mit dem Q1-Leistungskurs von Herrn Packeiser. Das Landesmuseum liegt in direkter Nachbarschaft mit der Wilhelm Raabe Schule, daher kam die Idee für dieses Projekt. Die Lehrer nutzen das Museum oftmals für Exkursionen, Ausflüge oder Ähnliches und Herrn Packeisers  Idee war es, das Museum auch anderweitig zu nutzen als bloß für einen normalen Museumsbesuch – nämlich das Wissen und Können der Schüler mit den Besuchern zu teilen.

Da die Schüler bei dem Projekt Kunstgegenstände vorstellen, enthält die Vorbereitung jedes Jahr, über viele Wochen hinweg, viele Museumsbesuche und die genaue Betrachtung und Analyse der einzelnen Werke. Natürlich ist bei dieser Vorgehensweise ein gewisses Vorwissen erforderlich, weswegen das Projekt mit dem Leistungskurs stattfindet, trotzdem ist auch die Vorbereitung, die im Unterricht stattfindet, wichtig und wird für das Projekt benötigt. Es wurde viel geschneidert, da die Schüler auch passende Kostüme für ihre ausgesuchten Bilder hergestellt haben, und auch der Rest wurde selbst erarbeitet:

„Man braucht kein Geld, um kreativ zu sein.“

Dieses einzigartige Projekt weicht vom Lehrplan ab, daher kann es nicht sehr stark in die Gesamtnote der Schüler einfließen. Herr Packeiser erzählte uns:

„Das kann nicht sehr viel in die Gesamtnote einließen, da es natürlich eine besondere Situation für die Schüler ist, weil sie etwas tun, was nicht dem Regelfall des normalen Schulunterrichts  entspricht.“

Herr Packeiser lobt aber seine Schüler, er beteuert zwar, dass mündliche Mitarbeit viel mehr zählt, aber er sagte uns auch, dass es schon eine große Leistung ist, etwas Selbsterarbeitetes vor fremden Leuten zu präsentieren. Außerdem erzählte er:

„Wenn eine Gruppe das ganz toll und hervorragend macht, kann sich das natürlich positiv auf die Note auswirken. Genauso muss man das Schlechte aber auch berücksichtigen.“

Auch die Schülerinnen, die wir interviewt haben, erzählten uns nach dem Projekt, welches viel Mühe und Anstrengung gekostet hat, erleichtert:

„Ich finde es ist ein schönes Projekt, weil wir dabei kreativ sein können und ich habe noch nie gehört, dass ein Kunstleistungskurs oder eine andere Schule so etwas veranstaltet haben. Deswegen freue ich mich, dass wir an dieser Sache teilnehmen können. Es ist eine schöne Erfahrung, sich auch mal in eine Museumsführerin hinein zu versetzen.“

Außerdem erzählten sie uns, dass es schon Mut gekostet hatte und sie nervös waren, sie aber froh sind, es durchgezogen zu haben. Es war nervenaufreibend für sie. Die Schülerinnen beschreiben es als eine Art ‚längere Hausaufgabe‘, da sie es selber über eine lange Zeit auch außerhalb des Unterrichts vorbereitet haben. Sie erzählten uns, dass es jetzt im Nachhinein Dinge gebe, die sie hätten besser machen können, sie insgesamt aber zufrieden sind.

Und sie können auch zufrieden sein, denn es war ein sehr schönes Projekt und es hat genau das erreicht, was es sollte: einen neuen Blick auf alte Kunst.

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Alicia Toma (Q1), Angelina Mo (Q1) und Friederike Hasberg (Q1)

 

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