Podcast: Tag der offenen Tür 2017

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Habt ihr den Tag der offenen Tür verpasst oder wollt noch einmal hören, was unsere Schule alles zu bieten hat? Perfekt, hier ist ein Podcast dazu!

Mit Eindrücken von den Naturwissenschaften, verschiedenen Sprachen und den Klassenfahrten unserer Schule gibt es hier einen Zusammenschnitt des Tages. Auf jeden Fall bleibt uns der Tag der offenen Tür als buntes, aufregendes Erlebnis mit vielen Besuchern in Erinnerung.

Was braucht man überhaupt?

Klapp, das Buch ist zu und ich weiß erst einmal nicht, was ich jetzt machen soll. Alles fühlt sich falsch an. Es ist als würden zwei Welten aufeinanderprallen.Gerade war ich noch im Wald und jetzt soll ich die Spülmaschine ausräumen! Das passt irgendwie nicht…Ihr fragt euch jetzt sicher,was mir passiert ist …oder vielleicht auch nicht. Über ein faszinierendes Buch: Mädchenmeute von Kirsten Fuchs!

Was erst klingt wie eine oberflächliche Geschichte über Mädchencliquen am College, so eine, die man kurz durchblättert und dann sofort mit spitzen Fingern weglegt, entpuppt sich schnell als abenteuerliche Geschichte über Mut, Freiheit und ein Leben abgeschnitten von der Außenwelt. Es beginnt alles ganz harmlos mit einem Feriencamp, an dem acht Mädchen teilnehmen. Unter ihnen auch Charlotte Nowak, Tochter der Putzdynastie „Nowak“, notorische Hintensitzerin und schüchtern, die Ich-Erzählerin des Romans. Alle Jugendlichen nehmen aus ganz unterschiedlichen Gründen teil.  Mit einem alten Bus und den ominösen Veranstaltern der Reise fahren sie zu Baracken, die aussehen, als wären hier vor 40 Jahren Ferienfreizeiten veranstaltet worden.

Schon nach wenigen Seiten merkt man als Leser, dass hier irgendetwas faul ist: Die Betreuerin wirkt verwirrt, an den Wänden stehen mit Blut geschriebene Runen und die Mädchen werden im Waschhaus eingesperrt. Als schließlich die Betreuerin Inken in einer Wasserpfütze wie verrückt nach ihren toten Katzen sucht, beschließen die Mädchen, die sich inzwischen auf sieben reduziert haben, auszureißen. Für zwei Wochen wird sie wohl keiner vermissen… Ihre Eltern vermuten sie im Camp und was mit Inken ist, daran will keiner denken.

Jetzt beginnt erst das eigentliche Abenteuer. Für die nächsten zwei Wochen wohnen sie in einem alten Stollen im Erzgebirge. Sie lernen sich und das Leben im Wald kennen, werden Teil der Natur und gelangen letztendlich bei den elementarsten Grundfragen der Menschheit an. Wie will ich leben? Und wer bin ich überhaupt? Am Ende dieser unvergesslichen Reise sind sie alle verändert und haben einen komplett anderen Blick auf die Welt. Ich glaube, dass dieser Roman, die nebenbei den deutschen Jugendliteraturpreis 2016 erhalten hat, den Nerv einer Zeit, in der alles immer schneller wird und die Menschen kaum zur Ruhe kommen, trifft. Dieses Buch hat in mir die Sehnsucht nach Freiheit und Natur geweckt. Es hat mich zum Nachdenken darüber angeregt, was wir wirklich brauchen. Deshalb ist dieses Buch nur empfehlenswert für Menschen ,die etwas andere tiefsinnigere Lektüre bevorzugen. Die Sehnsucht nach einer Reise in die Natur kann  man bei den derzeitigen Temperaturen ja leicht erfüllen.

Dann bin ich mal weg! Tschüss!