Ein Besuch, der an die Nieren geht

Wie immer in der Mission unterwegs, anderen eine Freude zu machen, sind die Weihnachtsengel auch im Frühling noch einmal ausgeflogen. Dieses Mal galt unser Besuch dem Verein „Selbsthilfe nierenkranker Kinder und Jugendlicher e.V.“, der den Austausch von Familien mit nierenkranken Kindern untereinander fördert und diese auf ihrem Weg begleitet.


Am 6. April besuchten wir Clemens und seine Frau Barbara Brauner, selbst Eltern von zwei nierenkranken Kindern, in der Kinder-Nephrologie der MHH. Dort wurden wir bei Kaffee und Kuchen herzlich empfangen und über die Patienten sowie das Konzept des Vereines informiert.
Die Kinder, die dort behandelt werden, sind auf die Dialyse, also die regelmäßige Blutwäsche, angewiesen oder ihnen wurde bereits ein fremdes Organ transplantiert und es bedarf regelmäßiger Nachsorge- und Kontrolluntersuchungen. Die Dialysepatienten müssen dabei dreimal pro Woche für bis zu fünf Stunden in die Klinik kommen, da es so lange dauert, bis das Blut einmal gereinigt wurde. Durch Anfahrtswege von teilweise über zwei Stunden wird den Kindern ein normales Leben zusätzlich erschwert, weil der enorm hohe Zeitaufwand kaum Kontakte zu Freunden und Verwandten zulässt und zusätzlich oft auch Unterrichtsausfall bedeutet.
Der Verein kümmert sich um den Austausch zwischen betroffenen Familien und den Erfahrungsaustausch untereinander. Außerdem werden gemeinsame Fahrten und Freizeiten angeboten, um die Krankheit einmal in den Hintergrund zu stellen und gemeinsam Spaß zu haben und den Zusammenhalt zu fördern.
Im Anschluss an dieses Gespräch haben wir uns selbst einmal ein Bild von der Situation gemacht und durch eine Glasscheibe die Patienten an der Dialyse gesehen. Fünf Kinder, von Kleinkindern bis Jugendlichen, lagen in einem Raum, jeder an eine Maschine angeschlossen. Müde und erschöpft von der Anstrengung, die die Blutwäsche für den Körper bedeutet. Sie alle warten auf ein Spenderorgan, das das Leben sehr erleichtert, aber in Deutschland leider immer noch viel zu selten zur Verfügung steht.
Das Herzblut und Engagement, das in diesem Verein steckt, sowie das Schicksal dieser nierenkranken Kinder hat uns Weihnachtsengel dazu bewogen, die Summe von 609,75€, die dieses Jahr zusammengekommen ist, hierher zu spenden. Mit dem Wissen, dass jede Spende dankbar angenommen wird, wollen wir den chronisch kranken Kindern das Leben ein wenig erleichtern.
Unser Fazit: Ein Besuch, der sich gelohnt hat und der einen einmal mehr erkennen lässt, wie gut es einem eigentlich geht.

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