Von Brillenschafen und Desoxyribonukleinsäure

Nora Siefert gewinnt Landeswettbewerb von Jugend forscht

Mit ihrer Forschungsarbeit hat Nora Siefert (Q1) den Landeswettbewerb von Jugend forscht gewonnen und wird im Mai am Bundeswettbewerb teilnehmen. Raabenfeder erzählt sie von ihrem Projekt und wie es weitergeht.

Raabenfeder: Wie bist du auf Jugend forscht aufmerksam geworden?

Nora: Das ist echt kompliziert. Ich habe im Prinzip durch den Labortag meiner Klasse in der 10. meine Freude am Arbeiten im Labor entdeckt. Auf der Ideenexpo habe ich dann am Life Science Labor-Stand (unsere Schule hat auch so einen ) geholfen und dort eine Lehrerin des Erich Kästner Gymnasiums kennengelernt, die mich zur Forscherwoche eingeladen hat. Bei dieser Forscherwoche arbeitet man an vorgegebenen

naturwissenschaftlichen Fragestellungen und stellt seine Bearbeitungen am Ende einer Jury vor. Dann hat mich diese nette Lehrerin gefragt, ob ich nicht Lust hätte bei Jugend Forscht (JuFo) teilzunehmen und ich hatte Lust.

Raabenfeder: Wer kann sich bei Jugend Forscht bewerben?

Nora: Das kann eigentlich jeder. JuFo ist ab 15 bis 21. Man muss sich nur eine Fragestellung ausdenken, die man bearbeiten möchte und dann meldet man sich an. Wenn deine Arbeit keine Mängel hat, bekommst du Mitte Januar Bescheid, zu welchem Regionalwettbewerb du zugeordnet wirst.

Raabenfeder: Was hast du überhaupt für ein Projekt?

Nora: Ich habe Brillenschafe, eine alte und vom Aussterben bedrohte Haustierrasse genetisch untersucht, um mit meinen Ergebnissen zur weiteren Zucht und damit zum Erhalt beizutragen.

Raabenfeder: War es schwer und viel Aufwand an deinem Projekt zu arbeiten?

Nora: Mein Projekt ist sehr aufwändig, das habe ich am Anfang auch nicht so erwartet gehabt. Ich arbeite inzwischen seit 10 Monaten das gesamte Wochenende, in der letzen Zeit sogar jeden Tag, an meinem Projekt. Es ist nicht leicht, das alles zu schaffen neben der Schule bzw. neben dem Abi.

Raabenfeder: Hast du Unterstützung bekommen?

Nora: Unterstützung habe ich von der Lehrerin vom EKG bekommen, die mir bei Fragen und Problemen immer zu Seite stand. Vor allem bei dem Problem, dass ich ja immer in einem Labor mir einer gewissen Ausstattung und Reinheit arbeiten musste. Ich habe viele Tage in den Sommer- und Herbstferien in dem Labor verbracht und sie ist immer dabei gewesen. Auch außerhalb der Ferien wäre es ohne ihre tatkräftige Unterstützung nie möglich gewesen, weil ich manchmal auch sehr kurzfristig ins Labor musste.
Auch von unserer Schule habe ich  Unterstützung bekommen, wo man besonders Frau Werlein, Frau Schäfer und Herrn Heimlicher erwähnen muss. Frau Werlein und Herr Heimlicher haben in den Ferien, und auch öfter in der Schulzeit,Zeit mit mir verbracht. Außerdem haben sie mir Geräte zur Verfügung gestellt, damit ich weiter in meiner Forschung arbeiten konnte. Frau Schäfer hat sich gerade während der Schulzeit sehr für mich eingesetzt und mir den Zugang zum Labor in unserer Schule ermöglicht. Außerdem hat sie mich auf den verschiedenen Wettbewerbsebenen begleitet und ist meine zweite Betreuerin.

Raabenfeder : Gegen wie viele Mitbewerber musstest du dich durchsetzen ?

Nora: Beim Regionalwettbewerb waren es 11, gegen die ich mich durchgesetzt habe. Das waren, im Vergleich zu den anderen Regionalwettbewerben in Niedersachsen, sehr viele. Beim Landeswettbewerb waren es insgesamt 6 Projekte.
Ich hätte niemals gedacht, es so weit zu schaffen. Meine 1. Betreuerin meinte immer: Das erste Mal macht man mit, um mitgemacht zu haben. Das 2. Mal, um zu verstehen, wie es funktioniert, und das 3. Mal, um was zu gewinnen. Damit hat sie mich nie unter Druck gesetzt. Aber natürlich habe ich mein Bestes gegeben und es hat zu sehr viel gereicht.

Raabenfeder: Wie geht es jetzt weiter?

Nora: Trotz meiner intensiven Forschung ist das Ganze sehr schwer und ich habe ziemlich viele Probleme gehabt. Deshalb arbeite ich gerade, auch mit Unterstützung vieler Institute unserer Uni, daran, bis zum Bundeswettbewerb Ergebnisse zu bekommen. Dann habe ich auch beim Bundeswettbewerb ziemlich gute Chancen.

Raabenfeder: Was möchtest du naturwissenschaftlich interessierten Schülern mit auf den Weg geben?

Nora: Ich kann nur sagen, dass die Teilnahme an solchen Wettbewerben einem so viel beibringt, was man in der Schule nie lernen würde. Es ist total interessant, so forschen zu können, weil man einfach so viel Spannendes lernt. Gerade für Interessierte ist so etwas eine total tolle Möglichkeit sich zu entfalten. Es macht einfach Spaß, ist aber auch sehr viel Arbeit.

Raabenfeder: Dankeschön. Wir wünschen dir viel Erfolg beim Bundeswettbewerb!

 

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