Gemeinsam zu den Orten der Erinnerung

Nachdem wir uns im Unterricht nun schon seit ungefähr einem halben Jahr mit dem Thema Nationalsozialismus beschäftigt haben, folgte ein jahrgangsübergreifendes Geschichtsprojekt mit Schüler*innen der achten und zehnten Klassenstufe.

Wir Schüler*innen aus dem bilingualen Kurs des 10. Jahrgangs bereiteten im Rahmen des Unterrichts in Kleingruppen von vier bis sechs Personen das Projekt vor. Jede Gruppe behandelte ein Denkmal in Hannover, das an die ermordeten Opfer zu Zeiten des Nationalsozialismus erinnert. Der Fokus lag hierbei auf den ermordeten Juden. Die Intention des Projektes war, das bereits erlangte Wissen der älteren Schüler*innen an die jüngeren weiterzugeben, was auch in Bezug auf die Schulgemeinschaft ein bedeutender Punkt war. Hinzu kommt die Wichtigkeit des Themas auch mit Blick auf den im Moment immer stärker spürbaren Rechtsruck in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern in Europa, wie beispielsweise Polen oder Österreich.

Jede Gruppe unseres Kurses begann im Unterricht zum jeweiligen Denkmal zu recherchieren.

Einige Gruppen informierten sich also über das berühmte Denkmal am Opernplatz, andere wiederum informierten sich beispielsweise über den Ehrenfriedhof wo ca. 6000 Opfer beerdigt wurden.

„Ich bin froh, die jüngeren Schüler*innen an unserem Wissen teilhaben zu lassen. Es war schön zu sehen, dass das Projekt mit großer Begeisterung und Interesse aufgenommen wurde.“

– Isabel Lenz

Am 25. Januar gingen wir dann mit der Hälfte des 8. Jahrgangs los und besichtigen die einzelnen vorbereiten Stationen. Wir besuchten den Ehrenfriedhof, das Denkmal am Opernplatz und einen der vielen in Hannover verlegten Stolpersteine.. Der Ehrenfriedhof am Nordufer des Maschsees in Hannover ist ein 1945 angelegter, denkmalgeschützter Friedhof zu Ehren der insgesamt 526 Kriegsgefangenen und Insassen von Konzentrationslagern verschiedener Nationalitäten.

Die Stolpersteine stehen allerdings für die Opfer des Nationalsozialismus. Sie wurden aus unterschiedlichen Gründen von Nationalsozialisten verfolgt. Opfer waren z.B. Juden, Homosexuelle oder politisch verfolgte Menschen. Besonders die Schweigeminute, die einige Gruppen durchführten, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern, wurde von den 8.Klässler*innen als sehr positiv und bewegend aufgenommen.

Trotz der eigentlich ja so schrecklichen, traurigen Thematik wurde die Exkursion gegen Mittag mit einem positiven Feedback beendet. Die Mehrheit der Schüler empfand den Ausflug als sehr gelungen und informativ. Hinzu kam der Kontakt zwischen den verschiedenen Jahrgängen, der ebenfalls positive eingeschätzt wurde. Auch die weiteren Jahrgänge an der WRS sollten die Chance erhalten, die Erinnerung wach zu halten und die Orte zu besuchen.

Alen Kocak und Kaja Schwab

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