Rätsel, Spaß und Politik – Das Demokraabi-Heft

3 Klassen, 120 Hefte, viele Stunden Arbeit und am Ende sogar etwas gelernt!

Im Auftrag der politischen Bildung wurden wir ausgesandt und vermittelten der Jugend basisdemokratisches Wissen.

Oder auch: Wir haben als Seminarfachprojekt Rätselhefte (unser „Demokraabi“-Heft) für die sechsten Klassen erstellt, und das zum Thema Demokratie. Konkret bedeutet dies: Kreuzworträtsel, Quizfragen, Lückentexte und vieles mehr.

Unser Ziel war es, den Schüler*innen möglichst früh etwas über Demokratie beizubringen. Nicht nur, damit sie später im Politikunterricht punkten können, sondern auch, um sie für dieses, unser aller Leben bestimmende, Thema zu begeistern. Letztlich wollten wir natürlich auch dem allgemeinen Bildungsauftrag nachkommen, also „aus den Kindern mündige Bürger*innen zu machen “;).

Nach mehreren langen, aber sehr freundlichen Beratungen im Copy-Shop und mithilfe einer großzügigen Unterstützung durch den Verein der Freunde e.V. hielten wir nach den Herbstferien endlich das erste fertige Exemplar in der Hand.

Ein wahrlich wunderbares Gefühl! Doch das war nicht alles. Kurz darauf brachten wir unsere Schöpfung in die Klassen. Jeweils eine Stunde – oder auch etwas mehr – klauten wir den Lehrkräften an Unterrichtszeit und nutzten sie für uns.

Nach der ersten Klasse merkten wir bereits, einige Begriffe sind ziemlich schwierig. Zensur zum Beispiel. Diktatur. Oder auch Opposition. In den nächsten Klassen fragten wir also, ob schon jemand diese Begriffe kenne und tatsächlich: es ließen sich immer ein paar Schüler*innen finden, die ihren Klassenkamerad*innen die Worte erklärten.

Wenn man da mal darüber nachdenkt, dann ist das sogar ziemlich beeindruckend, denn Politikunterricht gibt es schließlich erst ab der achten Klasse

Wir waren auch sonst positiv beeindruckt von den Klassen. Und es ist faszinierend, wie unterschiedlich Klassendynamiken sein können! Während in einer Klasse alle still für sich arbeiteten, gab es eine andere Klasse, in der sich alle gegenseitig geholfen haben, dadurch aber auch etwas lauter waren. Wir haben zu Gruppen- oder Einzelarbeit bewusst keine Regeln aufgestellt, um das unterschiedliche Verhalten mal beobachten zu können. Das würden wir auch wieder so machen, denn besonders zu Beginn der Bearbeitungszeit hielt sich der Lärmpegel in allen Klassen im angenehmen Bereich, was für uns ein Zeichen ist, nicht alles falsch gemacht zu haben. Lediglich eine alternative Beschäftigung für die besonders schnellen Kinder würden wir nächstes Mal mitbedenken, denn die Bearbeitungszeit variierte durchaus stark.

Auch bei den Feedbackrunden, die wir zusätzlich zur Feedback-Seite in unserem Heft abhielten, bemerkten wir deutliche Unterschiede zwischen den Klassen. Während wir in einer Klasse kaum Rückmeldungen bekamen, hagelte es in einer anderen Klasse nur so Verbesserungsvorschläge. Glücklicherweise war die häufigste Kritik, dass die letzte Seite aufgrund der Papierart mit einigen Stiften schwer zu beschreiben sei. Eine erträgliche Rückmeldung, die wir in einem zukünftigen Projekt auch leicht umsetzen können.

Ansonsten konnten wir mitnehmen, dass einige Rätsel doch mehr Hinweise bräuchten, als wir das beim Erstellen so erwartet hatten. Das man zum Beispiel im Wortsalat auch diagonal Wörter finden kann, erscheint selbstverständlich, wenn man ihn selber erstellt hat. Für andere hingegen ist das eine ernsthafte Herausforderung.

Alles in allem haben wir von den Schüler*innen größtenteils positives Feeback bekommen, und die Erfahrung in den Klassen hat auch bei uns einen guten Eindruck hinterlassen!

Wir bedanken uns also ganz herzlich bei den Schüler*innen, die so toll mitgemacht haben, bei den Lehrkräften, die uns ihre Zeit gaben und bei Herrn Eichenberg, der das Projekt im Seminarfach betreut.

Und natürlich auch einen ganz lieben Dank an den Verein der Freunde e.V., den Förderverein unserer Schule, der unser Projekt durch die großzügige finanzielle Unterstützung überhaupt erst möglich gemacht hat.

Last but not least wollen wir einige Aussagen mit euch teilen, die die Schüler*innen über die Demokratie getroffen haben, natürlich anonymisiert.

„Ohne Demokratie ist man kein richtiges Land.“

„Demokratie ist gut, man muss nur aufpassen, das[s] es nicht in eine Diktatur übergeht.“

„Die [D]emokratie soll wie eine große Familie sein wo jeder gleichberechtigt ist und ihre Macht nicht ausnutzt.“

„Wenn man in der Demokratie lügt verliert man das Vertrauen.“

„Demokratie ist wichtig, weil alle mitbestimmen und ihre Meinung sagen können.“

„Die Demokratie ist wenn alle mitbestimmen können und frei sein dürfen!“

Von Alexandra und Hannah, Q2

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