Das bedrohte Leben in einer Demokratie: Wie insbesondere der Rechtsruck und die sozialen Medien unsere Freiheit gefährden
Wir, Hannah Otto, Elena Schlingmann und Julia Franck, sind Schülerinnen der Jahrgangsstufe Q2 und nehmen am Seminarfach „Demokratie erlesen“ unter der Leitung von Herrn Eichenberg teil. In den letzten Wochen haben wir dreimal wöchentlich auf unserem Instagram-Account (@demokraabischuetzen) Beiträge veröffentlicht, die über die Bedeutung der Demokratie informieren und die verschiedenen Bedrohungen aufzeigen, die diese Staatsform in der heutigen Zeit betreffen. Von historischen Aspekten bis zu aktuellen Entwicklungen haben wir uns mit einer Vielzahl von Themen befasst, die einen Einfluss auf die Demokratie ausüben. Unter anderem können Sie auf unserem Profil Informationen über die Auswirkungen von Social Media, der Sprache und des Rechtsrucks finden.
Trotz unserer Aufrufe auf dem Schulen-Hannover Portal und auf dem Instagram-Account der Schule, uns zu folgen, gab es leider eine recht geringe Bereitschaft dem nachzugehen. Besonders ein Großteil der Schüler*innen, unsere eigentliche Zielgruppe, verfolgt nicht aktiv dessen E-Mails, was wir hätten bedenken müssen. Stattdessen folgen uns hauptsächlich eher Lehrkräfte und unsere Freund*innen, die unser Projekt unterstützen wollen. Wir hatten zu dem geplant, unseren Account auch per QR-Codes analog und zusätzlich auf Web Untis zu bewerben. Durch diese fehlende Umsetzung war die Bewerbung unseres Projekts nicht ausreichend und müsste das nächste Mal ausgebaut werden. Dementsprechend waren auch die Reaktionen recht gering, und wenn, nicht auf die Inhalte bezogen. Ein Blick in die Instagram-Insights zeigt jedoch, dass unser Profil dennoch recht häufig in dem Zeitraum unseres Projektes aufgerufen worden ist, die meisten Interaktionen dennoch von Follower*innen ausgeht:
Die geringen Bereitschaft die Beiträge zu kommentieren kann an womöglich zu langen Texten und dem Beitrags-Format im Allgemeinen liegen. Man könnte in Zukunft auf eine Plattform wie Tik Tok, wechseln, die eher Videos und knappere Texte vorsieht. Mithilfe von Aufmerksamkeit erregenden Headlines und womöglich provokanteren aber immer noch faktenbasierten Videos, könnte eine höhere Reichweite aufgebaut werden. Besonders auf Tik Tok besteht die höhere Wahrscheinlichkeit, eine junges Publikum anzusprechen. Außerdem bietet es sich an, da die AfD dort einen der erfolgreichsten Accounts der deutschen Parteien führt. Gerade dann braucht es aktive Gegenstimmen und informative Kanäle, wie unserer einer sein soll. Auch ein vermehrtes Arbeiten mit dem Story-Format hätte die Aktivität der Follower*innen steigern können. Umfragen und ein Quiz, beispielsweise zum Thema Fake News, waren geplant, allerdings war die Umsetzung doch komplizierter und komplexer als gedacht, weshalb diese dann doch nicht veröffentlicht wurden.
Allerdings ist unsere Absprache gelungen, was das einwandfreie regelmäßige Veröffentlichen ermöglichte. Auch ein spontanes Tauschen aufgrund der zeitlichen Knappheit war ohne weitere Komplikationen möglich. Die eigenständige Bearbeitung der Themen war ebenfalls keine Schwierigkeit, jedoch war die einheitliche Gestaltung der Beiträge aufgrund der unterschiedlichen Umsetzung und den verschiedenen Vorstellungen nicht immer einhaltbar. Um dies zu verbessern, könnte man womöglich eine klarere Rollenverteilung entwickeln. Eine Person könnte das Recherchieren und Verfassen der Texte übernehmen, während die anderen jeweils die Gestaltung und die Korrektur und das Veröffentlichen übernehmen würden. So würden auch Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler vermieden werden. Bei der Rollenverteilung müsste allerdings auf einen gleichmäßigen Umfang der Aufgaben geachtet werden.
Zudem war das Einbinden von Akuellem, aufgrund von fehlender Zuteilung und geringer Zeit während des Vorabiturs, nicht möglich. Gerade diese Funktion, über aktuelle Geschehnisse zu berichten, sollte in Zukunft gegeben sein. Nur so kann man die politischen Zusammenhänge verstehen und wichtige Entscheidungen verfolgen und wenn nötig, sich dagegen positionieren.
Falls ihr Menschenrechte, eure Freiheiten und weitere demokratische Werte und Prozesse verteidigen wollt, schaut gerne bei unserem Account vorbei! In Zukunft soll dieser der Raabenfeder angehören. Informiert euch, bezieht Stellung und denkt eigenständig!
Eure Q2-Schülerinnen, Hannah, Elena und Julia



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